Bildungspartner am RBG – ein Erfolgsmodell

Seit November 2008 gibt es eine Vereinbarung zwischen der Landesregierung und Vertretern der Wirtschaft über Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Das Robert-Bosch-Gymnasium arbeitet mit unterschiedlichen Partnern und Institutionen zusammen, um Schule und Gesellschaft enger zu verzahnen und unsere Schüler/innen noch besser auf ihren weiteren beruflichen Werdegang vorzubereiten. Dabei gibt es sowohl vertraglich abgesicherte Bildungspartnerschaften als auch informelle, sich entwickelnde Beziehungen. Weiter vertieft wird die Kommunikation auch dadurch, dass die Partner für die Praktika der Schüler/innen in Klasse 10 Plätze zur Verfügung stellen.

Berufs-und Studienorientierung an Gymnasien (BOGY)/Bildungsbereich

Die erste Bildungspartnerschaft wurde 2011 mit der BKK Scheufelen in Kirchheim abgeschlossen. Frau Ernst von der BKK bietet sehr erfolgreich Bewerbertraining für Mittelstufenklassen an. Seit 2019 gibt es für die Oberstufe fachkundige Unterstützung von Frau Bothe von der Agentur für Arbeit in Göppingen, die zahlreiche Termine für individuelle Studienberatung bereitstellt. Die Architekten Frau Essig und Herr Gruber sind seit 2014 mit einer weiteren Bildungspartnerschaft dabei. Dies betrifft vor allem die Lehrpläne in Kunst, NWT und Physik, so dass sie  mit den Lehrer/innen dieser Fachschaften zusammenarbeiten und betonen, wie gerne sie die Schülerinnen und Schüler unterstützen, sei es bei Architekturprojekten im Unterricht, bei einer Baustellenbesichtigung oder bei der Betreuung eines Wettbewerbs der IHK. So wird der theoretische Unterricht ganz praktisch unterstützt, beschreiben die Freien Architekten.

Gesundheitsbereich

Die AOK ist mit zwei Mitarbeiterinnen mit von der Partie, Frau Pietsch und Frau Winter. Ein zentrales Anliegen unsere Schule ist es, die Schüler/innen vor Suchtgefahren zu schützen. Dazu wurde ein umfangreiches Präventionskonzept erarbeitet, das von der AOK finanziell unterstützt wird, so dass im Rahmen von Suchtpräventionswochen auch Theaterstücke stattfinden können oder ehemals Betroffene aufklären. Neben der Suchtberatung geht es auch um Nachhaltigkeits- und Ernährungsfragen und Aktionen zu gesunder Ernährung. Neu angedacht ist ein „Bewerbungsknigge“ für Schüler/innen.

LEAD-Programm der Universität Tübingen – Schule und Wissenschaft

Das RBG hat eine Kooperation mit der Universität Tübingen abgeschlossen. Mit der Graduiertenschule Lead beziehungsweise dem Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen bekommt die Schule wissenschaftliche Unterstützung unter Federführung von Professor Doktor Trautwein. Die Bildungswissenschaftler/innen führen an unserer Schule Studien durch, das RBG profitiert durch interessante Vorträge, die diese bei uns halten. Eine erste Studie (MoMa-Studie, Motivation für Mathematik) ermittelte z.B., wie das Interesse der Schüler/innen am Fach Mathematik gesteigert werden kann, das oft im Laufe der Schulzeit nachlasse.  Für weitere Studien stellt das RBG Klassen zur Verfügung für wissenschaftliche Untersuchungen und erhält im Gegenzug Rückmeldungen über die Ergebnisse. Ein Highlight im Schulalltag sind die Vorträge, die Professoren und Wissenschaftler der Universität jedes Jahr an unserem Gymnasium halten.
In den vergangenen Schuljahren konnten wir im Rahmen von Talk am RBG, einem an unserer Schule etablierten Forum für Themen, die die ganze Schulgemeinschaft interessieren, bereits Veranstaltungen zu folgenden Themen anbieten:

  • „Wie können Schülerinnen und Schüler motiviert werden?“ mit Prof. Dr. Benjamin Nagengast
  • „Auf die Lehrkraft kommt es an — Befunde aus der Empirischen Bildungsforschung“ mit Prof. Dr. Ulrich Trautwein
  • „Emotionale Probleme im Jugendalter – Erkennen, Vorbeugen, Behandeln“ mit Prof. Dr. Martin Hautzinger

„Wissen und Lernen im Zeitalter von Wikipedia“ mit Prof. Dr. Ulrike Cress

MINT-Bereich

Neu hinzugekommen ist ein dreiköpfiges Team der Netze BW, Herr Awodumila, Herr Dr. Tözün und Frau Müller. Im Rahmen des Projekts „Smart City“, in dem Wendlingen als einer der beiden „Leuchttürme“ in Baden-Württemberg zur digitalen Messung von energetischen Daten ausgebaut wird, erhielt unsere Schule verschiedene Sensoren. In Klasse 10 soll ein Projekt zur Validierung dieser Sensorendaten stattfinden, weitere Planungen stehen an.

Ein weiterer neuer Partner wird Dr. Andreas Ecker von der Firma RSG Technics in Bietigheim-Bissingen sein. Herrn Ecker ist es ein Anliegen, den Sinn von Automation und Wirtschaftlichkeit den NWT-Schülern und –Schülerinnen der Klasse 10 nahezubringen. Geplant dafür sind interaktive Vorträge im Unterricht am Beispiel der Gurtherstellung.

Einmal jährlich im Herbst treffen sich alle Bildungspartner und Beteiligten der Schule, um die Aktionen des letzten Schuljahres zu besprechen und neue Aktivitäten für das Folgejahr zu planen – ein für beide Seiten gewinnbringender und anregender Austausch.