Gesetzlicher Rahmen

Allgemeine Informationen für Elternvertreter zu den Klassenpflegschaftsabenden

Der gesetzliche Rahmen für die Elternabende ist unten beschrieben.
Demnach muss in jedem Schulhalbjahr mindestens ein Elterabend stattfinden
Die Aufgaben des Elternvertreters

Grundlagen:

  • Schulgesetz (SchG) § 55+56;
  • Elternbeiratsverordnung (EB-V) § 5-9, 14-20.

Obligatorisch

Mindestens eine Sitzung pro Schulhalbjahr ansetzen. Die Wahlsitzung muss innerhalb von 6 Wochen nach Schuljahresbeginn stattfinden.

SchG §56, Abs.5
EB-V §8, Abs.2
EB-V §14, Abs.1

Sich mit dem Klassenlehrer absprechen hinsichtlich Zeitpunkt, Ort und Tagesordnung der Sitzung.

EB-V §8, Abs.1

Zur Sitzung einladen (Frist 1 Woche). Hierfür kann die Hilfe der Schule in Anspruch genommen werden. Die Sitzung leiten.

EB-V §8, Abs.1

Wenn der Klassenelternvertreter verhindert ist, tritt an seine Stelle der Klassenlehrer. Der stellvertretende Elternvertreter hat „nur“ Funktion im Elternbeirat.

SchG §56, Abs.4

Eine Klassenpflegschaftssitzung muss stattfinden, wenn 1/4 der Eltern, der Klassenlehrer, der Schulleiter oder der Elternbeiratsvorsitzende darum nachsuchen. Es muss dann innerhalb von 2 Wochen eingeladen werden.

SchG §56, Abs.5
EB-V §8, Abs.2

Beim Ausscheiden aus dem Amte lädt der Elternvertreter geschäftsführend ein und sorgt für die Wahl eines Nachfolgers. In neugebildeten Klassen organisiert der Elternbeiratsvorsitzende die Wahl der Elternvertreter.

EB-V §15, Abs.3
EB-V §17, Abs.2

Niemand kann an derselben Schule in mehreren Klassen zum Elternvertreter oder stellvertretenden Elternvertreter gewählt werden.

EB-V §14, Abs.3

Der Klassenlehrer ist zur Teilnahme an den Klassenpflegschaftssitzungen verpflichtet, die Fachlehrer nur bei entsprechender Tagesordnung.

EB-V §8, Abs.4

Zu geeigneten Tagesordnungspunkten sind der Klassensprecher sowie dessen Stellvertreter einzuladen.

SchG §56, Abs.3
EB-V §8, Abs.1

Klassenelternvertreter sowie stellvertretender EV sind Mitglieder des Elternbeirats mit gleichen Rechten und Pflichten.

EB-V §25

Achtung: Die Klassenpflegschaft besteht aus den Eltern, den Schülern der Klasse sowie aus allen Lehrern,
die dort regelmäßig unterrichten. (EB-V §6, Abs.1).
Stimmberechtigt ist in jedes anwesende Mitglied der Klassenpflegschaft mit 1 Stimme.
Die Klassenelternvertreter werden nur von den Eltern gewählt (EB-V §14, Abs.1).

Optional

Die Eltern haben das Recht, außerhalb der Klassenpflegschaft zusammenzukommen (Elternabend).

EB-V §8, Abs.5

Schulleiter, wie Elternbeiratsvorsitzender sind grundsätzlich zur Teilnahme an einer Klassenpflegschaftssitzung berechtigt. Sie sind hierzu einzuladen.

EB-V §6, Abs.2

Zu geeigneten Tagesordnungspunkten können alle Schüler der Klasse oder sonstige Personen eingeladen werden. Die Sitzungen sind jedoch nicht öffentlich.

EB-V §8, Abs.1
EB-V §8, Abs.3

Die Elterngruppe in der Klassenpflegschaft kann der Klassenkonferenz Vorschläge zur Beratung vorlegen und an deren Beratung durch ihre gewählten Vertreter mitwirken.

SchG §56, Abs.6

Der Elternvertreter sollte sich Arbeitsunterlagen besorgen: Schulgesetz, Elternbeiratsverordnung, Elternbeiratsprotokolle,…

Der Elternvertreter sollte die Eltern der Klasse über aktuelles Schulgeschehen informieren, z.B. aus den Sitzungen des Elternbeirats

Der Elternvertreter sollte die Zusammenarbeit mit anderen Elternvertretern suchen , z.B. sich mit seinem Stellvertreter in allen wichtigen Angelegenheiten absprechen. Er sollte den Elternbeiratsvorsitzenden informieren. Zudem ist häufig eine Zusammenarbeit auf Jahrgangsstufenebene fruchtbar (z.B. für spezielle Themen).

Der Elternvertreter sollte den „Dienstweg“ einhalten: Lehrer, Klassenlehrer, Schulleiter, Schulamt, Ministerium, Öffentlichkeit

Der Elternvertreter sollte seine Unterlagen an seinen Nachfolger weitergeben, soweit sie kein persönliches Eigentum sind.

Der Elternvertreter sollte die Klasse nach außen vertreten.

Die Klassenpflegschaft

(Schulgesetz § 56, Abs. 1) Die Klassenpflegschaft dient der Pflege enger Verbindungen zwischen Eltern und Schule und hat die Aufgabe, das Zusammenwirken von Eltern und Lehrern in der gemeinsamen Verantwortung für die Erziehung der Jugend zu fördern. Eltern und Lehrer sollen sich in der Klassenpflegschaft gegenseitig beraten, sowie Anregungen und Erfahrungen austauschen. Dem dient insbesondere die Unterrichtung und Aussprache über

    • Entwicklungsstand der Klasse (z.B. Leistungen, Verhalten, besondere Probleme);
    • Stundentafel und differenziert angebotene Unterrichtsveranstaltungen (z.B. Fächerwahl, Kurse, Arbeitsgemeinschaften);
    • Kriterien und Verfahren zur Leistungsbeurteilung;
    • Grundsätze für Klassenarbeiten und Hausaufgaben sowie Versetzungsordnung und für Abschlussklassen Prüfungsordnung;
    • In der Klasse verwendete Lernmittel einschließlich Arbeitsmittel
    • Schullandheimaufenthalte, Schulausflüge, Wandertage, Betriebsbesichtigungen u.ä. im Rahmen der beschlossenen Grundsätze der Gesamtlehrerkonferenz sowie sonstige Veranstaltungen für die Klasse;
    • Förderung der Schülermitverantwortung der Klasse, Durchführung der Schülerbeforderung;
    • grundsätzliche Beschlüsse der Gesamtlehrerkonferenz, der Schulkonferenz, des Elternbeirats und des Schülerrats.

Außerdem sollen die Lehrer im Rahmen des Möglichen auf Fragen zu besonderen methodischen Problemen und Unterrichtsschwerpunkten zur Verfügung stehen.