Konzeption am RBG

Am RBG wird das Fach NwT nicht in Modulen mit Lehrerwechsel sondern durchgängig im Schuljahr von einer Fachlehrerin / einem Fachlehrer unterrichtet. Die aus unserer Sicht entstehenden Vorteile sind die bessere pädagogische Betreuung sowie die bessere organisatorische Durchführung des Fachs. Außerdem entstehen dadurch keine Lehrerwechsel innerhalb eines Schuljahres in der Klasse, diese hat immer eine klare Bezugsperson.

Durch das Vorbereiten der Stunden und Inhalte im Lehrerteam der jeweiligen Jahrgangsstufen und einer gemeinsamen Besprechungsstunde werden die Nachteile des teilweisen fachfremden Unterrichts aufgehoben. Ziel ist es, aus jeder Basisnaturwissenschaft eine Fachlehrerin / einen Fachlehrer in der jeweiligen Jahrgangsstufe unterrichten zu lassen. In der Regel werden auch die Klassenarbeiten gemeinsam erstellt und klassenübergreifend geschrieben.

Eine weitere Besonderheit ist die zusätzliche Teilungsstunde, die es bei großen Klassen ermöglicht die Klassen im Praktikum zu teilen. Dadurch werden durchgängig im Schuljahr zwei Stunden in der kompletten Klasse („Theoriestunden“) und zwei Stunden mit der halben Klasse („Praktikumsstunden“) unterrichtet. Auf diese Weise ist jede Woche ein Praktikum möglich, dass durch die geteilte Klasse besser von der Lehrkraft betreut werden kann. Zusätzlich entstehen dadurch kleinere Praktikum-Teams der Schüler, was für einen nachhaltigen Lernerfolg förderlich ist.

Bei kleinen Klassen entfällt diese Teilungsstunde, alle vier Stunden erfolgen im Klassenverband.

Im Fach NwT weicht die Notengebung gegenüber den anderen Kernfächer ab, die Note setzt sich aus einer schriftlichen Note (Klassenarbeiten sowie Portfolio-Arbeit), den Protokoll/Dokumentations-Noten aus den jeweiligen Unterrichtseinheiten und einer Unterrichtsnote zusammen, die Gewichtung beträgt dabei 60 % : 20 % : 20 %.

Im Fach NwT wird außerdem eine der vier vorgeschriebenen Klassenarbeiten durch eine sogenannte Portfolio-Arbeit ersetzt, bei der die Schülerinnen und Schüler ein bestimmtes Thema eigenständig bearbeiten und dokumentieren. In Klasse 8 entscheiden die Lehrkräfte, ob es der elektrisch angetriebene Kran oder das Arduino-Projekt sein wird, in Klasse 9 ist es die forschende Fragestellung mit Hilfe eines selbstgebauten Fotometers und in Klasse 10 (alter Bildungsplan) um ein frei wählbares Thema aus den Bereichen „Messen, Steuern, Regeln“, „Astronomie“ und „regenerative Energieträger“. Bisher durchgeführte Arbeiten waren z.B. die Programmierung von Mikrokontrollern, die Herstellung von Biogas oder alternative Methoden zur Entfernungsbestimmung im Weltraum. In den letzten beiden Jahren wurde eine Disco im Papierkarton mit dem Raspberry Pi erstellt.